Der Igel im Frühling

 


 

Langsam wachen unsere stacheligen Freunde wieder auf und werden bald nachts in unseren Gärten auf Futtersuche gehen.

  

Als Gärtner sollte man den kleinen Kerl schon ein wenig im Gedächtnis haben, wenn man mit den ersten Garten-
arbeiten beginnt. Komposthaufen sind beliebte Quartiere, wenn sie für den Igel zugänglich sind. Also beim Handhaben der Grabgabel tut dem Igel ein wenig Vorsicht und Umsicht gut, ebenso wenn Holz-, Reisig- oder Laubhaufen weggeräumt werden sollen. Darin suchen sich Igel gerne Plätzchen für ihren Winterschlaf und können mit Gartengeräten schon verletzt werden. Auch bedeutet plötzlich aufgeweckt zu werden großen Stress für den kleinen Kerl. Er folgt seiner eigenen biologischen Uhr und seine Futtertiere gehorchen ähnlichen Gesetzen. Ein wärmerer Boden lockt auch Regenwürmer wieder in obere Bodenschichten und Frühlingstemperaturen sind für neue Aktivitäten von Käfern und Schnecken verantwortlich, also ist auch der Tisch für den Igel langsam erneut gedeckt.

 

 

Schneckenjagd

 

Schneckengift ist das ganze Jahr über für den Igel ein Problem. Gärtner sollten sich mit Holzbrettchen, großen Blättern (z.B. vom Rhabarber) oder Dachschindeln im Garten ausgelegt auf Schneckenjagd begeben.

10 bis 20 Meter weite Strecken können Schnecken in einer Nacht bewältigen, um zum Beispiel an leckeren Salat zu kommen. Finden sie Holzbrettchen, Dachschindeln oder Blätter als feuchten und schattigen Unterschlupf, nehmen sie solche Angebote gerne an. Hier lassen sie sich leicht absammeln und man muss nicht nachts mit Taschenlampe auf Jagd gehen. Sie nur über den Zaun zu befördern ist nicht als gute Lösung anzusehen. Da gibt es einmal vielleicht auch einen Nachbarn und dann - wie erwähnt, können auch so langsame Wanderer ganz ordentliche Strecken in einer Nacht zurücklegen. Schere oder Messer setzen ein gewisses Grausamkeitspotential voraus, sind aber für Schnecken wie Garten eine schnelle und nachhaltige Lösung.

 

 


Wenzel heißt das nette Tier….

….Im Frühling ist sein Hunger groß,
auf Nahrungssuche zieht er los.
Wenn wärmer sind schon Tag und Nacht,
ein Igel wieder Beute macht.
Gut geschützt durch viele Stacheln,
wird er nachts durch Gärten rascheln….

(Ausschnitt über die kleinen Stachelritter
aus „Der kleine Igel Wenzel“ von
Heidi Jersch und Elisabeth Fischer)