Bunt sind schon die Wälder,

Gelb die Stoppelfelder,

Und der Herbst beginnt. 

 

Sie planen den Kauf von Rosen?
Im Herbst ist die beste Pflanzzeit für Rosen.


Rosen gehören zu unseren beliebtesten Zierpflanzen. 
Damit Sie sich jedes Jahr wieder neu an ihren blühenden Rosen erfreuen können, hier ein paar Tipps zum erfolgreichen Rosenanbau.

Lassen Sie sich über widerstandsfähige Sorten beraten.

Pflanzzeit:
Nach dem Laubfall ab ca. Mitte Oktober bis Mitte November ist die optimale Pflanzzeit von wurzelnackten Rosen, also Rosen ohne Topf und Erde.
In dieser Zeit ist der Gartenboden vom Sommer noch ausreichend erwärmt und vor allem genügend feuchte Erde (bis zum Frühjahr) vorhanden, so dass Pflanzen noch gut anwachsen und schnell neue Faserwurzeln bilden können. Dieser Vorsprung macht sich im Frühjahr dann bemerkbar.

Generell können wurzelnackte Rosen von Mitte Oktober bis Ende März, solange der Boden „offen“, d.h. noch nicht oder nicht mehr durchgefroren ist, bedenkenlos gepflanzt werden, gelegentliche Nachtfröste schaden den Rosen nicht. D.h. auch ein paar Tage mit Minusgraden bedeuten lediglich eine kurze Unterbrechung der Pflanzzeit. Sind die Temperaturen wieder über dem Gefrierpunkt, ist das Pflanzen wieder möglich.

Wurzelnackte Rosen sind jetzt auch kostengünstiger als Containerrosen. Ihr Kauf lohnt sich daher vor allem bei größeren Stückzahlen. Nach dem Kauf müssen die Rosen und die Wurzeln vor direkter Sonne und Austrocknung geschützt und am besten sofort (nach ausreichendem Wässern) gepflanzt werden.

Standort:
Rosen sind Sonnenkinder,
die Licht zum Wachsen und gesundem Gedeihen brauchen und sollten deshalb möglichst nur an luftigen, schnell abtrocknenden und sonnigen Stellen gepflanzt werden. Windstille Standorte an denen sich die Hitze staut (z.B. an Südwänden) sind ungünstig. Sie entfalten ihre Blütenpracht an sonnigen Standorten, mit täglich mindestens 5 Stunden Sonne, besser als in schattigen Bereichen. Dort bleibt die Feuchtigkeit zu lange auf den Blättern, Blattläuse und Pilzkrankheiten stellen sich schnell ein.

Wegen Unverträglichkeiten im Nachbau auf sich selbst
(= Bodenmüdigkeit) pflanzen Sie keine Rosen an eine Stelle, auf der bereits vorher Rosen jahrzehntelang
oder andere Vertreter der großen Familie der Rosengewächse (Rosaceae) - beispielsweise Äpfel und Birnen gestanden haben. Der Boden sollte dann vor dem Pflanzen unbedingt großzügig ausgetauscht werden.

 

Pflanzung:
Vor dem Pflanzen sollten die oberirdischen, grünen Triebe wurzelnackter Rosen mit einer scharfen Schere auf ca. 20 cm eingekürzt werden, das erleichtert ihnen das Anwachsen.

Wichtig ist, die Rose mindestens ca. 3-4 Stunden  (bei Frühjahrspflanzung mindestens ca. 5-6 Stunden oder auch über Nacht) möglichst mit den gesamten Trieb- und Wurzelteilen
ins Wasser zu stellen. Beschädigte oder gebrochene Hauptwurzeln können bis zur Bruchstelle eingekürzt, die feinen Faserwurzeln dürfen nicht eingekürzt oder entfernt werden. Nur mit ihnen kann die Rose Nährstoffe und Wasser aufnehmen.

Rosen sind ausgesprochene Tiefwurzler, die ihre Wurzeln ziemlich schnell tief ins Erdreich hinabsenken, dort auch Feuchtigkeit finden und so bei längeren Trockenzeiten nicht leiden. Eine durchwurzelbare Bodenschicht bis ca. 70/80 cm Tiefe ist unbedingt notwendig.
Lockern Sie deshalb die Erde im Randbereich und am Boden mit der Grabegabel gründlich auf, so wachsen die Wurzeln schnell in die tieferen Bodenschichten.

Das Pflanzloch sollte so groß sein, dass die Wurzeln ohne Probleme gerade nach unten reinpassen, sie dürfen nicht gebogen werden. Achten Sie darauf, dass sich die Veredelungsstelle (die wulstige knollenartige Verdickung zwischen den braunen Wurzeln und dem Rosentrieb, an der sind der obere Teil der Rose und die robuste Wurzelunterlage miteinander verbunden) ca. 5-6 cm im Boden befindet.
Ein quer über das Pflanzloch gelegter Stab erleichtert Ihnen das Abmessen.

Das Pflanzloch wird mit guter Pflanzerde aufgefüllt, die mit etwa einem Drittel ausgereiftem, gut abgelagertem Kompost oder gut verrottetem Mist verbessert wird. Kompost trägt zur Aktivierung des Bodenlebens, sowie zur Erhöhung der organischen Masse und des Bodenlebens bei. Rosen benötigen keinen - Torf! Dagegen fördert Bentonit (ein Tonmineral/ Sandbodenverbesserer) die gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit und sorgt für eine Strukturverbesserung unseres Sandbodens. Auch Hornspäne (ca. eine Hand voll pro Rose / maximal ca. 40 gr.) sind zu empfehlen. Auch ein Bodenverbesserungsmittel/Bodenaktivator führt dem Boden den häufig fehlenden Bentonit-Ton sowie Spurenelemente etc. zu. Verzichten Sie auf Mineraldünger (Blaukorn), dieser
ist zu scharf und verbrennt die Wurzel von jungen Rosen!

Rütteln Sie Ihre Rose beim Einpflanzen ein ganz klein wenig, damit sich die Hohlräume schließen können. Danach drücken Sie sie ganz leicht an, um den Wurzeln guten Bodenkontakt zu geben. Es genügt ein sanfter Druck, die Erde sollte nur angedrückt, nicht verdichtet werden.
Reichlich wässern ist wichtig, auch bei Regen, um evtl. Hohlräume zu schließen.
Damit die Rose in Ruhe anwachsen kann (auch bei Pflanzung im Frühjahr!) bitte so stark mit Erde anhäufeln (kein Torf oder Mulchmaterial), bis nur noch die Spitzen der Rose herausgucken, denn die oberirdischen grünen Triebe verdunsten Wasser. Das Anhäufeln verhindert
eine Austrocknung der Rose durch Sonneneinstrahlung, Wind und Frost.

Im Herbst gepflanzte Rosen lassen Sie bitte im Frühjahr solange angehäufelt, bis die Rose kräftig austreibt, d.h. die Neutriebe eine Länge von ca. 10 cm erreicht haben. Häufeln Sie bei trübem Wetter vorsichtig ab und schneiden Sie die Triebe kräftig zurück.
Bei der Frühjahrspflanzung wird erst nach 8 Wochen abgehäufelt.

 Pflanzung bei Stammrosen:
Die Pflanzung bei Stammrosen ist in etwa gleich, lediglich darf das Pflanzloch großzügiger als bei niedrigeren Rosen sein.

Bei Stammrosen müssen Sie nicht auf die Veredelungsstelle achten, denn diese ist bei den Stammrosen oben an der Krone.

Die so genannte Zapfenschnittstelle am Stammfuß (Knick über der Wurzel) muss nach dem Pflanzen deutlich aus der Erdoberfläche herausragen. Im Herbst pflanzen Sie die Rose ungeschnitten. Zum Abschluss wird ein kleiner Erdwall angelegt und gut gewässert.

Rosenstämme müssen zeitlebens gestützt werden. Dieser stützende Pfahl oder Stab zur Stabilisierung und Standsicherheit der Stammrose (steht von der Rose aus in Richtung Hauptwindrichtung) soll vor dem Pflanzen in das Pflanzloch geschlagen werden, damit keine Wurzeln beschädigt werden.
Binden Sie den Rosenstamm zur Stabilisierung etwas unterhalb der Krone und in der Mitte mit einem Kokosstrick oder ähnlichem elastischen Band am Pfahl an.

Stopfen Sie in die blattlose Krone Holzwolle oder Stroh, insbesondere um die Veredlungsstelle herum. Und / oder binden Sie gegen den Einfluss von Wintersonne, extreme Kälte und Wind eine Haube aus Jute, Fliesgewebe oder ähnlichem luftdurchlässigen Material, unterhalb der Veredelungsstelle zusammen.

Pflanzung von Containerrosen:
Pflanzen von Containerrosen werden das ganze Jahr über angeboten und können ganzjährig, solange der Boden offen ist, gepflanzt werden.

Häufig tun sich Containerrosen beim Verwurzeln etwas schwer. Schneiden Sie den Wurzelballen einfach etwas ein, das reizt die Wurzel, und wird dadurch stärker motiviert neue Wurzeln zu bilden.

 

Um mehr Wurzelraum im Container zu erreichen, schaut meistens bei den Kübelrosen die Veredelungsstelle aus dem Topf heraus.

Wenn Sie die Rosen ins Erdreich setzen, achten Sie darauf, dass die Veredelungsstelle – wie auch bei den wurzelnackten Pflanzen – etwa 5 cm unterhalb der Erdoberfläche sitzt.

Häufig sind Containerpflanzen mit einer Depotdüngung versehen und haben eine ausreichende Grundversorgung. Informieren Sie sich bitte schon beim Kauf, ob die Pflanze bereits nachgedüngt wurde oder ob noch Nährstoffe zur Pflanzung gegeben werden müssen.
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ALLGEMEINES ZU ROSEN

Pflanzabstand:

Beachten Sie bitte auch die Pflanzabstände zu Rosen. Rosen wollen von anderen Pflanzen (Stauden, Sträucher) nicht bedrängt werden.
Selbst zu der vermeintlich guten Partnerschaft von Rosen und Lavendel ist ein ausreichend großer Abstand von ca. 50/60 cm unbedingt zu empfehlen, denn beide stellen unterschiedliche Ansprüche an den Boden.
Lavendel gedeiht am besten auf kargem, sonnigem, trockenem, lockeren Boden.
Rosen dagegen brauchen einen kräftigen, gut nährstoffreichen Boden.

In der Kombination mit Rosen wächst Lavendel anfangs oft sehr gut, jedoch nach zwei bis drei Jahren verkümmert er oft aufgrund Überdüngung und zu viel Feuchtigkeit. Zu einem gesunden Wachstum beider Pflanzen sollten Sie versuchen den Bedürfnissen jeder Pflanze gerecht zu werden.
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Entfernen Sie vor dem Pflanzen das Rosensortenetikett und heben es sorgfältig auf. Vielleicht haben Sie in einigen Jahren ein paar Fragen zu Art und Sorte.
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Für Ihre bereits vorhandenen eingewachsenen Rosen gilt generell, dass die Rosentriebe im Herbst nicht eingekürzt werden dürfen, denn vor dem Winter kann die Rose die Wunden nicht mehr schließen. Der Frost könnte ansonsten tief in das Mark des Triebes eindringen. Nur überlange Triebe werden etwas zurückgeschnitten, damit Windbruch verhindert oder die Schneelast die Rosenstöcke nicht auseinander drückt. Alte Blütenstände und kranke oder abgestorbene Triebe sollten entfernt werden.
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Zum Schutz vor austrocknenden Winterwinden sollten alle Rosen ca. 15-20 cm mit Gartenerde angehäufelt werden.

Die Wintersonne führt bei sehr kalten Temperaturen mit Dauerfrost zu Spannungen in der Rinde, die dann aufplatzen kann. Um dies zu vermeiden, schattiert man dann die Rosen mit Tannen- oder Fichtenzweigen, z.B. eines ausgedienten Christbaums. Dies hat sich auch bewährt gegen die so genannte Frosttrocknis. Sie entsteht bei gefrorenem Boden und Sonnenschein. Die Zweige werden im kommenden Frühjahr (März oder April) bei trübem Wetter wieder entfernt.

Im sehr kalten Winter 2011/2012 sind sehr viele Rosen erfroren und mussten gerodet werden. Hier nun der Tipp: Wenn Ihre Rose tief genug gepflanzt wurde, d.h. die Veredelungsstelle zirka
5 cm unter die Erdoberfläche war, dann besteht die Möglichkeit, dass aus „schlafenden Augen“ aus der Veredelung neue Triebe wachsen. Also vorsichtshalber erst nur die erfrorenen Triebe entfernen und bis etwa Mitte Juni warten, ob sich neue Triebe zeigen. Ist das bis dahin nicht der Fall, ist die Rose vermutlich komplett erfroren und kann dann ganz entfernt werden.
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Bei Kletterrosen, die sehr sonnig stehen, ist das Abhängen mit Tannenzweigen auch empfehlenswert. So wird verhindert, dass in der Wintersonne die Augen frühzeitig austreiben und erfrieren.
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Haben Sie vor, Ihrem Boden etwas Gutes zu tun, dann können Sie im Spätherbst noch einen Bodenaktivator ausbringen. Dieser wird nicht ausgewaschen, hat auch keine unerwünschte späte Düngewirkung, sondern steht dem Bodenleben schon früh zur Verfügung.
Bitte bei Düngungen etc. immer die Düngeempfehlung beachten und Mengenangaben genau einhalten. "Viel hilft viel", also Überdosierung ist immer schädlich!
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Alles alte Rosenlaub im Herbst unbedingt gründlich aus dem Rosenbeet entfernen, denn die Pilze überwintern im Falllaub und infizieren bereits im Frühjahr wieder die Rose erneut.
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ADR-Prädikat
(Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung):
Das Siegel wird nur an Rosensorten verliehen, die in puncto
Blühwilligkeit, Farbe, Wuchsform, Winterhärte besonders gut abschneiden
. Das wichtigste Bewertungskriterium ist die Widerstandsfähigkeit gegenüber Blattkrankheiten, wodurch ein Spritzen mit Chemie überflüssig wird.
Wer sich an gesunden und reichblühenden Rosen erfreuen möchte, sollte auf das ADR Prädikat achten. Dazu werden die Sorten drei Jahre lang an 11 verschiedenen Standorten in Deutschland getestet.
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Ich wünsche Euch allen noch schöne kunterbunte Herbsttage und viel Spaß beim Garteln!
Eure
Gerlinde Buchner

 

Kommt mit Euren Rosen gut durch den Winter!